Santiago de Chile, November 1999

Club Deportivo Manquehue

Volleyballabteilung

 

Ziele und Visionen 2000 - 2004

 

I. Allgemeines (Club Deportivo Manquehue = CDM)

I. 1. Rechte und Pflichten jeder einzelnen Spielerin, jedes/r Trainerin, in und der Technischen Abteilung (TA) sind in diesem Konzept festgeschrieben.

I. 2. Der Vorstand ist der Abteilung und deren Cheftrainer und Trainern vorgesetzt. Diese ist auch dem Sportkoordinator des Clubs disziplinarisch unterstellt und muss sich an alle Rechte und Pflichten halten.

I. 3. Die CDM-I Teams betreiben Spitzenvolleyball; Mannschaften ab CDM-2 betreiben Leistungsvolleyball. Die grundlegenden Dinge müssen im einzelnen vom Cheftrainer gemeinsam mit den Trainern ausgearbeitet werden und dem Vorstand zur Diskussion und Genehmigung vorgelegt werden.

I. 4. Eine gesunde Vereins-und Abteilungsstruktur kann nur mit einer breiten und guten Jugendförderung sowie einer aktiven und kommunikativen Zusammenarbeit existieren., was von der TA vorgelebt werden muss.

I. 5. Fairness gegenüber anderen TrainerInnen, SpielerInnen und SchiedsrichterInnen ist ein moralisch verpflichtendes Prinzip und soll das Image unseres Vereins prägen. Die TA muss dafür sorgen, dass dieses Prinzip eingehalten wird.

I. 6. Entscheidend ist auch das Engagement der aktiven SpielerInnen für den Verein. Ein Verein wie CDM benötigt Leute, die sich auch außerhalb des Spielfeldes einsetzen (Schreiber, Schiedsrichter, Material, Turniere etc.). Die TA soll die Motivation bei den eigenen Spielern sowie bei den Mitspielern unterstützen, damit sich die SpielerInnen dafür begeistern.

I. 7. Die physische Gesundheit und die psychische Stabilität sind bei allen SpielernInnen, insbesondere bei jungen die noch nicht voll die Eigenverantwortung für sich selbst übernehmen können, bei der Suche nach Erfolg ernsthaft und gebührend zu berücksichtigen. Bei Verletzungen und Schmerzen hat die Gesundung oberstes Gebot. Trainingsbesuche und Trainingsbelastungen sind entsprechend zu reduzieren bzw. zwischenzeitlich auszusetzen. Bei größeren bzw. länger anhaltenden gesundheitlichen Problemen ist umgehend ein Arzt beizuziehen. Nach Operationen oder längeren Verletzungspausen ist ein Aufbautraining, eventuell mit Einbezug eines Physiotherapeuten, unerlässlich. Bei psychischen Problemen muss das Gespräch von TrainerIn und Kapitän, evtl. auch vom Cheftrainer, mit der betreffenden Spielerin gesucht werden, bei jungen Spielerinnen notfalls unter Einbezug der Eltern. Bei schlechten Schul- und Ausbildungsleistungen müssen Konzessionen gemacht und mit Spielerin, Schule und Eltern Volleyball-Schul-Pläne aufgestellt werden. Notfalls muss mit der Schulleitung Kontakt aufgenommen werden. Der Cheftrainer muss für diese Prinzipe stehen und auch gegenüber den weiteren Trainern der Abteilung für die Einhaltung sorgen.

II. Die Teams

II. 1. Die Abteilung besteht aus folgenden Teams:

CDM-1 Spitzensport
CDM-2, Leistungsvolleyball
CDM-3, Volleyball mit Leistungszielen
CDM-4, CDM-5 und Breitensport

II. 2. Die erste Mannschaft (CDM-1)
Das CDM-1 ist eins mit Tradition behaftetes Team, leider nur bei Herren. In der Tat ist das Damen-Team heute überhaupt nicht vorhanden. Voraussetzungen für die mittel bis langfristige Entwicklung dieser Frauen-Mannschaft sind ein/eine kompetenter TrainerIn, eine gute Kenntnis und Verfolgung der aktuellen regionalen und nationalen Volleyballszene, eine gegenseitige Informations- und Kommunikationsarbeit mit dem Vorstand und der Mut zur Förderung junger SpielerInnen, auch unter allfälliger Zurückschraubung möglicher Plazierungsziele. Die SpielerInnen setzen sich aus Spielerinnen des Clubs, aber auch aus den Schülerinnen der deutschsprachigen Schulen zusammen, die mit dem CDM ein Abkommen besitzen. Der/die TrainerIn ist für die Planung und Durchführung sowie die allgemeine Betreuung des jeweiligen Teams verantwortlich.. Die Zielsetzungen des Teams sind in Zusammenarbeit mit dem Vorstand und dem zuständigen Abteilungsdirektor zu formulieren. Bei den Herren, soll die bestehende Mannschaft kurz-bis mittelfristig stark verbessert werden, und zwar technisch, taktisch, physisch und psychisch, mit dem Ziel, das die chilenische Meisterschaft ohne Risiko erreicht wird. Der Einbau von Junioren ist unverzichtbar. Neben den nationalen Meisterschaften, soll für diese Teams eine internationale Aktivität im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten gefördert werden, sowohl mit der Organisation wie Besuch (vor allem Argentinien und Brasilien) von Turnieren.

II. 3. Die zweite Mannschaft (CDM-2)
Das CDM-2 sind Teams (Damen und Herren), in dem alle talentierten SpielerInnen eingeteilt sind, welche sich noch weiter nach oben orientieren wollen oder solche, die dort ihr Leistungsniveau erreicht haben. Ihm gehören ehemalige SpielerInnen aus der ersten Mannschaft und es dient den talentiertesten JuniorInnen als Sprungbrett in das CDM-1 bzw. als Team, in dem diese ihr Leistungsziel erreicht haben. Der/Die TrainerIn verpflichtet sich, solche Spielerinnen individuell und kollektiv weiter auszubilden. Besonders talentierte JuniorInnen, die mittelfristig für die erste Mannschaft vorgesehen sind, besuchen im CDM-1 und CDM-II Zusatztrainings.

II. 4. Die dritte Mannschaft (CDM-3)
Das CDM-3 nimmt eine Stellung zwischen den Leistungsteams und den Breitensport ein. Das Team spielt und trainiert mit den für den Liga- und Formerhalt notwendigen Leistungszielsetzungen. Trainingsumfang und Leistungsgedanken werden auch sozialen Zielsetzungen angepasst. Das CDM-3 kann unter anderem auch
talentierte JuniorInnen, deren Grundausbildung weitgehend abgeschlossen ist, als Sprungbrett für einen weiteren Aufstieg bzw. als Team, in dem sie ihr Leistungsziel mehr oder weniger erreicht haben, dienen. Diese Prinzipien gelten vor allem auch für all jene JuniorInnen, die altersmässig aus dem Juveniles ausscheiden und sich nicht für eine der beiden ersten Mannschaften qualifizieren können. Der/Die TrainerIn hat die Pflicht, JuniorInnen individuell auszubilden und sie ins Team zu integrieren.

II. 5. Die vierte und fünfte Mannschaft (CDM-4, CDM-5)
Das CDM-4 und CDM-5 bilden ihre Kader in eigener Verantwortung, Es sollen auf ständiger Basis +30 und +40-Mannschaften (Damen und Herren) trainieren und spielen, hauptsächlich ehemaliger CDM-Spieler.

II. 6. JUVENILES (18 - 20jährige)
Für die JUVENILES werden SpielerInnen ausgesucht, die das Potential und die Einstellung haben, mittelfristig in einem der beiden ersten Teams spielen zu können und zu wollen. Sie werden entsprechend trainiert und ausgebildet. Die JUVENILES-Kaderangehörigen trainieren in der Regel durchgehend dreimal pro Woche.

Das JUVENILES setzt sich aus den talentiertesten und engagiertesten JUVENILES und MENORES zusammen. Die MENORES im JUVENILES-Team müssen über bereits hervorragende Leistungshaltungen, ein großes Potential und über fortgeschrittene technisch-taktische Grundlagen verfügen.

Die JUVENILES-Teams betreiben Leistungsvolleyball. Eindeutige Leistungshaltungen werden einer Teamaufnahme vorausgesetzt. Im Vordergrund der Ausbildung stehen konditionell-athletische, individualtaktische, technische, emotionale, kommunikative und mentale Aspekte. Erst in einem zweiten Schritt folgt die kollektivtaktische Ausbildung zu einem geschlossenen und effizienten JUVENILES-Team.

Die MENORES im JUVENILES-Team spielen zusätzlich in einer eventuellen JUVENILES-B-Mannschaft mit, falls ihr Mitwirken für das Erreichen einer besseren Plazierung notwendig ist. Besonders begabte sowie in Training und Spiel vorbildliche JUVENILES können und sollten mindestens ein weiteres Training in oberen Mannschaften (CDM-1 oder CDM-2) besuchen. Ferner sollten Zusatzspiele in den Meisterschaften oberer CDM-Teams verordnet werden, damit aufgrund des höheren Spielniveaus die Ausbildung im Spiel optimiert werden kann (optional).

JUVENILES die nicht an der Hochleistung Interesse besitzen bzw. Fähigkeiten aufzeigen, sollten nicht vernachlässigt werden und zum Mitmachen bei CDM-II oder CDM-III motiviert werden

II. 7. MENORES (16 und 17jährige) und INFANTILES (14 und 15jährige)
Die in der Folge erwähnten Zuordnungen MENORES-JUVENILES gelten auch für INFANTILES-MENORES.
Die MENORES sind Teams, die mit Leistungszielsetzungen Volleyball trainieren und spielen.

In die INFANTILES und MENORES-Teams sollen die talentiertesten und die mit dem größten physisch-psychischen mentalen Potential versehenen SpielerInnen vor allem aus dem deutschsprachigen Schulsport in Santiago ausgewählt werden. Ausnahme sind jene MENORES, die aufgrund ihrer besonders guten Voraussetzungen im Sinne optimaler Förderung bereits im Leistungsteam JUVENILES und allenfalls in der CDM-1 oder CDM-2 spielen.

Die MENORES-Kaderangehörigen trainieren durchgehend im Minimum dreimal pro Woche; INFANTILES zwei Mal die Woche. Die Allerbesten und Talentiertesten können auf Vorschlagsrecht der zuständigen JUVENILES- und MENORES-Trainer zusätzlich einmal im JUVENILES mittrainieren. Bei besonderer Belastung (Training und Spiele) kann in Ausnahmefällen maximal ein wöchentliches Alternativtraining im JUVENILES angeboten werden. Voraussetzung ist in jedem Fall ein vorbildliches Leistungsverhalten der betreffenden Spielerin im MENORES-Team.

Die MENORES im JUVENILES-Team spielen mit den besten MENORES Meisterschaftsspiele, falls dies nötig ist, um den ersten Platz zu erreichen. Entsprechend dieser Zielsetzung ist das Kader von Spiel zu Spiel vom MENORES-Trainer jeweils dem gegnerischen Niveau anzupassen. Das Zusammenspiel soll ferner die Beziehung beider Teams vertiefen, einerseits Anreiz und mittelfristige Integration von MENORES -Kaderangehörigen im JUVENILES-Team vorantreiben und andererseits Führungsfunktionen und Solidarität von JUVENILES-Kaderangehörigen gegenüber dem MENORES vertiefen.
Ein offener Informationsaustausch mit den Eltern über die Belastungen ist Pflicht. Mehr als drei Wochentermine sollten für die jüngsten Angehörigen des MENORES-Kader nicht erlaubt werden.

Bei INFANTILES und MENORES sollen neben den technischen und individualtaktischen Grundlagen vor allem auch mentale und psychische Haltungen im Sinne von Leistungszielsetzungen und -haltungen vermittelt werden. Dieser Lernprozess sollte behutsam, aber kontinuierlich vermittelt werden, nicht im Sinne einer Pflicht, sondern im Sinne eines Alternativangebots "Ja oder Nein" zum Leistungssport, allerdings mit den entsprechend aufgezeigten und zu vermittelnden mittelfristigen Konsequenzen bei späteren Kaderbildungen. Die INFANTILES und MENORES sollten im Sinne einer Heranbildung von Leistungsbewusstsein durch ihre Trainer feinfühlig und behutsam, aber auch offen und ehrlich über ihr Potential, ihren Leistungsstand und ihre Zukunftsmöglich- keiten informiert werden.

 

III. Anforderungen a die SpielerInnen ab Infantiles
Alle folgenden, genannten Fähigkeiten kennzeichnen eine junge Spielerinnenpersönlichkeit und sollten gefördert werden:
- Physische und psychische Belastbarkeit (Schule-Sport)
- Wille
- Fairness
- Spielintelligenz
- Ehrgeiz
- Zuverlässigkeit
- Teamfähigkeit (soziales Verhalten)
- Mentale Stärke (emotionale und kognitive Fähigkeiten)
- Beherrschung volleyballerischer Grundgesten
- Leistungsmässiges Bewähren vor einem Aufstieg
- Erlernen realistischer Selbsteinschätzung

 

IV. TrainerInnenanforderungen

IV. 1. Allgemeine Anforderungen
Der Erfolg um jeden Preis ist für INFANTILES und MENORES nicht primär. Erfolge mit dem Team sowie die universelle und individuelle Förderung der SpielerInnen sind mit vernünftigen und fairen Mitteln anzustreben. Der/Die TrainerIn soll sich der Mannschaft gegenüber verantwortlich fühlen und folgende Fähigkeiten haben oder entwickeln bzw. folgende Aufgaben wahrnehmen:

- Analytische Fähigkeiten (Fehleranalyse bei Bewegungsabläufen)
- Fachliche Fähigkeiten (Trainerausbildung)
- Motivationsfähigkeiten
- Kommunikationsfähigkeiten (Kontakt mit Eltern, anderen TrainerInnen des Clubs, und deutschsprachigen Schulen, sowie eigene SpielerInnen)
- Förderung der individuellen und universellen Fähigkeiten jedes/r SpielerIn, seien sie volleyballspezifisch oder nicht volleyballspezifisch
- Ausbildung der Spieler bei INFANTILES, MENORES und JUVENILES sowie in den Aktivmannschaften auf ihren spezifischen Positionen
- Teilnahme an Spielplansitzungen
- Kenntnis des Reglements
- Erstellung einer Karriereplanung und objektives Aufzeigen der Grenzen der SpielerInnen (realistische Selbsteinschätzung)
- Unterstützung der SpielerInnen bei Krisen
- Erstellung eines gemeinsam von den LeistungstrainerInnen erarbeiteten Konzepts im taktischen Bereich (taktische Grundsysteme und entsprechende Anpassungen, Passbenennungen usw.)

 

IV. 2. Spezifische Anforderungen
Die JUVENILES müssen durch gefestigte, starke Persönlichkeiten trainiert werden.
Sie kommunizieren mit den entsprechenden LeistungstrainerInnen und besuchen Trainings der CDM-1-Mannschaft sowie Trainings der anderen Mannschaften (CDM-2, CDM-3, JUVENILES, MENORES, Schulsport)

V. Die Förderung
V. 1. Allgemein
Der CDM ist sich bewusst, dass die Jugendförderung die primäre Grundlage für den längerfristigen Erfolg ist. Deshalb betreibt der CDM eine aktive Jugendförderung, die er sowohl als eigene Grundlagensicherung als auch als Beitrag zur Jugendarbeit im Sinne einer gesellschaftlichen Mitverantwortung sieht.

 

V. 2. Die Ziele
Der CDM ist bestrebt, die leistungsmässige Entwicklung der Jugendmannschaften im Verein voranzutreiben und in Chile seine führende Rolle zu behaupten und verbessern.

Der CDM ist bestrebt, durch Teilnahme an nationalen Meisterschaften auch über die Region hinaus für seine gute Jugendförderung zu werben.

Der CDM will für Jugendlichen, Eltern, Gemeinde und andere Vereine der Region ein attraktiver und vertrauenswürdiger Partner sein und sucht die gezielte Kooperation mit Schulen und anderen Organisationen den der Spielereintritt im Club ermöglicht wird.

Der CDM will auch in Zukunft als Talentschmiede die deutschsprachigen Kolonien in Chile gelten. Talentierten und leistungsorientierten Kinder und Jugendliche soll vermehrt die Möglichkeit geboten werden, sich in zusätzlichen Volleyball-Trainings weiterzuentwickeln. Dazu ist eine enge Zusammenarbeit mit den deutschsprachigen Schulen in Santiago unentbehrlich, indem Kompromisse im gegenseitigen Vorteil eingegangen werden.

 

V. 3. Die Grundsätze
Im CDM wird bei den Jugendlichen Leistungsvolleyball betrieben. Die besten Jugendlichen spielen in dieser Leistungsabfolge im CDM-1, CDM-2, JUVENILES , MENORES und INFANTILES.

 

V. 4. Die SpielerInnanforderungen
Entscheidender Ausgangspunkt für die Selektion in das JUVENILES- , MENORES und INFANTILES-Team sind die persönlichen Eignungen und Voraussetzungen für Leistungsvolleyball. Diese können sein: Belastbarkeit, Wille, Ehrgeiz, Zuverlässigkeit, kritisches (Selbst-)Bewusstsein, Intelligenz, Engagement für Mannschaft und CDM, Kampfbereitschaft und Wille, kognitive und emotionale Fähigkeiten, Ausstrahlung, wobei sich meist das eine aus dem anderen ergibt. Die physischen (Größe, Muskelbeschaffenheit, Gesundheit) und sozialen Voraussetzungen (Schule, Familie) sind weitere zu beachtenden Kriterien bei der Auswahl und Förderung. Dazu kommen die notwendigen technisch-taktischen, mentalen und konditionellen Grundvoraussetzungen hinzu.

Mit den Eltern und Schulleitungen sind ein direkter Kontakt und eine Erklärung der CDM- und Teamziel-setzungen unverzichtbar. Eltern sind zu ermutigen, Spiele zu besuchen. Die Unterstützung Zuhause ist eine wichtige Voraussetzung. Schulprobleme sind ernst zu nehmen (Ausnahmen und Verständnis), ebenso wie physische und psychische Probleme.

 

V. 5. Die Ausbildungskriterien


V. 5. 1. Die Ausbildung der Persönlichkeit
Die unter Kapitel V. 4. erwähnten Eignungen müssen konsequent ausgebildet bzw. gefördert werden. Mentale, emotionale und kommunikative Trainingsformen (trocken und mit Ball) sind unverzichtbar. Falsche Träume oder ungenügende Leistungseinstellungen müssen möglichst früh auf behutsame, aber unmissverständliche Art und Weise ausgeräumt werden. SpielerInnen mit Krisen und Zweifel müssen begleitet und gestützt und nicht sofort fallengelassen werden. Bei der Kaderzuteilung ist darauf zu achten, dass talentierte SpielerInnen nicht zu schnell aufsteigen. Sie müssen sich ihren Aufstieg verdienen wie alle anderen Spielerinnen auch. Dieses Prinzip gilt auch für Meisterschaftseinsätze.

V. 5. 2. Die volleyballspezifische Ausbildung
Grundsätzlich ist jeder Trainer jeder CDM-Mannschaft, der SpielerInnen trainiert und in Spielen einsetzt, zu folgenden Ausbildungsprinzipien verpflichtet:

- intensive und durchgehende persönliche Betreuung im Sinne einer optimalen Förderung der jeweiligen Volleyballpersönlichkeit

- individuell angepasste und durchgehende technisch-taktisch-athletisch-mentale Ausbildung und Betreuung

- möglichst viele und optimal verteilte Ballkontakte im Training

- individuell angepasste Definition der teamübergreifenden Trainingsbesuche und Spieleinsätze im Sinne einer optimalen individuellen Förderung unter Berücksichtigung der jeweiligen Teamzielsetzungen

- ausreichende Spieleinsätze, die eventuell durch Zusatzeinsätze in anderen Teams erreicht werden müssen

Die technisch-taktische Ausbildung findet für die CDM-Jugendlichen in den Wochenteamtrainings, ferner an Trainingssonntagen und in Trainingslagern statt. Vor allem SpielerInnen mit technischen Mangeln sollten an Zusatzausbildungstrainings teilnehmen. Technisch schwächere Spieler aus dem CDM-2, JUVENILES und MENORES können in der Vorbereitungsphase neben ihren Stammtrainings zusätzliche Ausbildungstrainings besuchen. Technisch starke und ehrgeizige Jugendliche können ein drittes Ausbildungstraining mit den Hauptakzenten einer erhöhten Anforderung in den Bereichen Taktik, Tempo, Kraft, Handlungshöhe im CDM-1, CDM-2 oder JUVENILES besuchen. Auf schulische, ausbildungsbedingte und gesundheitliche Probleme ist dabei Rücksicht zu nehmen.

V. 5. 3. Zusatztrainings und Zusatzspiele

Besonders förderungsfähige und talentierte Spieler INFANTILES, MENORES-, JUVENILES- und CDM-2-Teams mit entsprechendem Willen und Potential können grundsätzlich die Trainings höherer Teams besuchen und allenfalls in diesen Teams in Zusatzspielen eingesetzt werden. Dabei dürfen Trainingsbetrieb, Meisterschaftszielsetzungen, Disziplin und Solidarität in beiden Teams nicht beeinträchtigt werden. Zusatztrainings und Zusatzspiele in höheren Teams müssen neben dem entsprechenden Talent mit besonderen Leistungshaltungen sowie vorbildlichem Einsatz und Trainings- und Spielleistungen durchgehend verdient und erarbeitet werden. Diese Zusatzmöglichkeiten sind als besondere Förderungsmassnahmen auch im Sinne von Ansporn, Belohnung und Motivation zu verstehen.

Zuständig in letzter Instanz für den Einsatz von Jugendlichen in zusätzlichen Trainings und Spielen höherer Teams ist damit der jeweilige, verantwortliche Trainer des Teams in Absprache mit dem Cheftrainer, in dem die Jugendlichen vorrangig spielen und trainieren.

Besonders begabte Jugendliche können und sollen Zusatztrainings in oberen Teams absolvieren können. Die Trainer des unteren und des oberen Teams haben hierzu ein Vorschlagsrecht. Der Trainer der höheren Mannschaft entscheidet schlussendlich über die Realisierung des Zusatztrainings, unter der Voraussetzung, dass der Cheftrainer seine prinzipielle Einwilligung gegeben hat. Der Trainer der unteren Mannschaft, der für die Spielerin generell zuständig ist, fördert wenn immer möglich diese Zusatztrainingsmöglichkeiten auf höherem Niveau und muss hierzu konzessionsbereit sein. Er überwacht allerdings die Einhaltung der
Prinzipien "Beanspruchung", "taktische Integration", "soziale Integration", "optimale Förderung".

Die physische und psychische Beanspruchung muss in jedem einzelnen Fall von den zuständigen Trainern durchgerechnet und kontrolliert sowie als Entscheidungsgrundlage für Zusatzeinsätze in Training und Spiel herangezogen werden. Das Prinzip "mindestens ein Wochentraining mit jenem Team, in dem die Jugendlichen Meisterschaftsspiele bestreitet" muss strikt eingehalten werden (taktisch-soziale Integration). Das Wohlbefinden der SpielerIn ist neben der physischen und psychischen Belastbarkeit ein weiteres zu beachtendes Nebenkriterium für Zusatzaufgebote.


Eine optimale Förderung in Trainings oberer Teams wird durch die Zusage der zuständigen Trainer garantiert, die Jugendlichen gezielt durch technische und individuell-taktische Korrekturen sowie durch angemessene Trainingseinsätze in oberen Teams zu fördern. Zu angemessenen Trainingseinsätzen gehören die betreffende Trainingsform (technische und individualtaktische Trainingsinhalte anstelle taktischer Kollektivtrainings) und das Prinzip "möglichst viele Ballkontakte". Eine Auffüllfunktion "zweiter Kategorie" bis hin zu reinen Balleingeber-Rollen entspricht nicht diesem Förderungsprinzip.

Die Gespräche über zusätzliche Trainings- und Spieleinsätze erfolgen möglichst frühzeitig. Es ist wünschenswert, wenn die Trainer oberer Teams für interessante NachwuchsspielerInnen aus unteren Teams - allenfalls zusammen mit und für technisch/individual-taktisch schwächere SpielerInnen ihrer eigenen Teams - in der Vorbereitungsperiode in regelmäßigen Abständen Sondertrainings durchführen. Damit kann sich der Trainer eines oberen Teams zum einen ein exaktes Leistungsbild über Potential und aktuellen Stand eines Talents in unteren Teams machen, zum andern ist dies ein erster Schritt zu der gerade für junge Spielerinnen wichtigen sozialen Integration in obere Teams im Sinne mittelfristiger Planung und Einsatz. Falls es sich um den gleichen Trainer in der unteren und oberen Stufe handelt, muss auf jedem Fall der Cheftrainer hinzugezogen werden.

 

VI. Kaderbildung

Die Kader werden durch die TrainerInnen nach einer gemeinsamen Konferenz kurz vor Saisonschluss bestimmt. Die Sitzung wird vom Cheftrainer geleitet und soll die Folge regelmäßiger Sitzungen mit den Mannschaftstrainern im Laufe der Saison zu einem Ergebnis führen. Die CDM-Spieler werden weder angefragt noch direkt informiert. Der Wunsch des/der oberen Trainers/in hat Vorrang, muss aber an der Sitzung diskutiert werden können. Der/die zuständige TrainerIn macht keine Zusagen /Versprechungen/ Abmachungen irgendwelcher Art über den Verbleib einzelner Spieler in ihrer Mannschaft für die kommende Saison, noch äußert er/sie sich vor der Sitzung und der Information durch den/die StammtrainerIn über mögliche CDM-Zuzüge, es sei denn, dass der Wechsel zuvor bereits bestimmt/abgesegnet wurde. Die MannschaftstrainerInnen geben die Neueinteilungen bei Saisonabschluss den betreffenden Spielern bekannt.

Kann ein Spieler ernstzunehmende und begründete Einwände gegen die vorgesehene Einteilung vorbringen, sind diese von den zuständigen TrainerInnen seriös zu prüfen. Kommt keine Einigung zustande, kann der Spieler seine Position in einer Sitzung mit dem Cheftrainer und den TrainerInnen vorbringen. Der endgültige Entscheid ist verbindlich.

Bei unklaren Zuteilungen besucht der betreffende Spieler bis spätestens zu den Sommerferien mindestens je ein Training der beiden in Frage kommenden Mannschaften. Bis spätestens zu den Sommerferien muss der Entscheid gefällt werden. Müssen Spieler während der Saison aushilfsweise, regelmässig oder definitiv umverteilt werden, findet hierzu vorrangig ein Gespräch der betreffenden TrainerInnen mit dem Cheftrainer statt. Anschließend wird der Spieler über den Entscheid informiert. Er muss über die Gründe für die Umteilung informiert und zu dieser Hilfe motiviert werden. Der Trainer bzw. die Trainerin der verantwortlichen Aushilfsmannschaft informiert sie über seine/ihre beabsichtigte "Einsatzphilosophie".

 

VII. Mini-Volleyball und heutige "Escuela de Voleibol" (Volleyball-Schule)

Ab 2000 soll unsere Volleyball-Schule weiter wachsen. Aber ausschliesslich unter dem Motto Volleyball, werden wir in der Aufnahme neuer Kinder stagnieren und vielleicht sogar rückläufig werden, da Volleyball eine Sportart ist die den SpielerInnen vieles an technischen Fertigkeiten abverlangt. Wichtig ist dabei, daß die allgemeine sportliche Grundausbildung und das Ballgefühl passen, die bei uns mit geeigneten Bällen zum Spass und Spiel führen soll. Bevor sich Kinder also zu früh spezialisieren soll unser Ziel der Kinderreklutierung unter dem Motto "Am Anfang steht der Ball: Die Ballspiel-Sport-Gruppe" entwickelt werden. Später können diese Kinder natürlich bei uns Volleyball weitermachen, aber auch zum Fussball, Basketball, Hockey oder auf andere Ballspiele übergehen. Wichtig ist nur, das wir zunächst über diese "Ballspiel-Sport-Gruppe" den Zugang zu potentiell talentierte Kinder besitzen. Wenngleich es Beobachtern manchmal schwerfällt, bei den MinivolleyballerInnen den Überblick zu behalten, so hat das alles doch seine Ordnung: Die AnfängerInnen sollen spielerisch den Umgang mit dem - für sie doch recht großen - Volleyball und nebenbei die Grundregeln Pritschen und Baggern erlernen, während andere Gruppe weiter schon indirikt z.B. den Aufschlag oder Schmettern üben. Langsam soll dann über "Minibeach" (2 gegen 2) und später Minivolleyball (3 gegen 3 oder 4 gegen 4) der Übergang - ca. Mit 12 Jahren - zum "Spiel der Grossen" erreicht werden.

Hier soll es dann in Sachen Spieltaktik schon ernsthafter starten: Vorgezogene oder zurückgezogene Sechs, Blockschatten, Hinterfeldspieler, Zuspieler... Allein schon die Begriffe wollen gelernt sein! Aber da dieses zweimal pro Woche eingehend geübt werden soll, muss dafür gesorgt werden das der Übergang vom kleinen zum großen Spielfeld nur halb so schwer ist, wie er auf den ersten Blick scheint. Obwohl heute schon sehr gut in dieser Zielrichtung gearbeitet wird, stehen wir vor der Sackgasse: viele andere Sportdisziplinen starten schon mit Kindern im Alter von 5. oder 6. Jahren, mit Volleyball 2 oder 3 Jahre später. Deshalb ist die Entwicklung, Bekanntmachung und Durchführung eines Konzeptes nach dem Motto "Ballspiel-Sport-Gruppe" so wichtig. Das Erarbeiten soll von den zuständigen Trainern entwickelt und mit dem Cheftrainer im Detail diskutiert werden (auch ständig aktualisiert werden), und dem Vorstand zur Genehmigung vorgelegt werden. Dabei sollen auch Empfehlungen hinsichtlich der Bekanntmachung eingebracht werden. Sich um neue Kinder-Zugänge aktiv kümmern, sowohl Club-Intern oder über die deutschsprachigen Schulen, ist und muss eine Grundaufgabe der Trainer dieser Gruppen und des Cheftrainers sein.

 

VIII Breitensport-Volleyball

Heute handelt es sich um einige wenige ehemalige Spieler, plus eine Gruppe Senioren die vormittags spielen. Es soll ein Konzept zur Entwicklung dieses Gebietes erarbeitet werden, wobei Eltern unserer Kinder und Jugendspieler dazu motiviert werden. Selbstverständlich sollen auch andere Interessenten des Clubs dazu motivierten werden. Eine Niveau-Differenzierung soll über gezieltes Training bzw. über eventuelle Trennung in Gruppen ausgeglichen werden. Der zuständige Trainer muss hier gemeinsam mit dem Cheftrainer ein detailliertes Basis-Konzept entwickeln und dem Vorstand bis März 2000 vorlegen.

 

IX. Wettkämpferische Ziele

Das zentrale Ziel des CDM ist Wettkampf- und Leistungssport, was ab MENORES gültig ist. Bis INFANTILES wird Volleyball mit Leistungszielen gespielt. Mehr als Wettkampf-Ergebnisse, wird die Arbeit mit Hinblick auf Technik_Taktik, Motivation und Gruppengeist, Zusammenarbeit und Austausch mit deutschsprachigen Schulen und sogar Universitäten, sowie die Anzahl und Qualität der SpielerInnnen bewertet.

In diesem Sinne ist die Teilnahme aller Mitglieder der TA an Arbeitsgruppen im Club, mit den Schulen und im Verband von grosser Bedeutung. Die TA nimmt auch an der Organisation und Teilnahmeentscheidung an Freudschaftsturnieren im In- und Ausland teil, dessen Ziel die Erfahrungsgewinnung und die Förderung des Gruppengeistes ist.

 

© 1999 Club Deportivo Manquehue - Santiago de Chile
Präsident Volleyball: Ricardo Gevert
webmaster: B. Golf